
Hannes Reichelt (* 5. Juli 1980 in Altenmarkt im Pongau) ist ein österreichischer Skirennläufer. Seine stärksten Disziplinen sind der Super-G und der Riesenslalom. Er gewann zwei Medaillen bei der Juniorenweltmeisterschaft 2000 und wurde 2005 Europacup-Gesamtsieger. Im Weltcup gewann er bisher vier Rennen und in der Saison 2007/08 konnte er den Super-G-Weltcup für sich entscheiden. Reichelt belegte bei den Olympischen Winterspielen 2006 den zehnten Platz im Super-G. Dreimal nahm er bisher an Weltmeisterschaften teil. Von 2003 bis 2009 wurde er viermal Österreichischer Staatsmeister.
Mitte der 1990er-Jahre bestritt Hannes Reichelt seine ersten FIS-Rennen. In den Saisonen 1997/98 und 1998/99 hatte er jeweils in Altenmarkt-Zauchensee seine ersten Einsätze im Europacup.
In der Saison 2000/01 fand Reichelt im Europacup den Anschluss an die Spitze. Am 7. Dezember 2001 hatte Reichelt im Super-G von Val-d’Isère seinen ersten Einsatz im Weltcup. Zu Beginn der Europacupsaison 2002/03 gewann Reichelt drei Riesenslaloms in Folge. Anschließend kam er im Super-G von Gröden zu seinem zweiten Weltcupeinsatz, bei dem er völlig überraschend auf den zweiten Platz fuhr. Ende Jänner kam er im Super-G von Kitzbühel auf Rang acht, womit er sich in dieser Disziplin einen Startplatz für die Weltmeisterschaft 2003 in St. Moritz sicherte. Ein weiteres Spitzenresultat gelang ihm beim Saisonfinale in Kvitfjell, wo er Dritter im Super-G wurde und damit den fünften Platz im Super-G-Weltcup belegte.
Nach einem Schlüsselbeinbruch im November 2003 konnte Reichelt im Winter 2003/04 nicht an seine Vorjahresergebnisse anknüpfen. Erst in der Saison 2005/06 gelang Reichelt im Weltcup wieder der Anschluss an die Spitze. Am 1. Dezember 2005 feierte er im Super-G von Beaver Creek seinen ersten Weltcupsieg und im Jänner wurde er Dritter im Super-G von Kitzbühel, womit er den vierten Rang im Disziplinenweltcup erreichte. Die Saison 2006/07 verlief leider nicht so gut.
In der Saison 2007/08 ging es für den Salzburger wieder deutlich bergauf. Am 3. Dezember 2007 feierte er im Super-G von Beaver Creek seinen zweiten Weltcupsieg und am 23. Februar 2008 gewann er den Riesenslalom in Whistler. Zwei Tage zuvor wurde er im dortigen Super-G Zweiter. Mit seinem Sieg im letzten Super-G der Saison konnte Reichelt mit dem Minimalvorsprung von einem Punkt den Super-G-Weltcup vor dem Schweizer Didier Cuche für sich entscheiden. Cuche hatte vor dem Rennen 99 Punkte Vorsprung auf den Österreicher, kam jedoch beim Saisonfinale nicht in die Punkteränge. Somit konnte ihn Reichelt mit den 100 Punkten für den Sieg, bei dem er nur eine Hundertstel Sekunde schneller war als der Zweitplatzierte Didier Défago, noch übertreffen und seine erste Kristallkugel für den Gewinn des Disziplinenweltcups holen. Im Gesamtweltcup kam er in seiner bisher besten Saison auf Position zehn und im Riesenslalom auf Rang acht.
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